Das Ziel im Bereich Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung für die Wäschereilogistik im Facility Management ist es, umweltfreundliche und ressourcenschonende Lösungen für die Textil- und Workwear-Versorgung zu fördern. Durch den Einsatz nachhaltiger Materialien und energiesparender Waschmethoden wird der CO2-Fußabdruck minimiert und der Wasserverbrauch optimiert. Die Auswahl von umweltfreundlichen Reinigungsmitteln und der Verzicht auf schädliche Chemikalien tragen zur Reduktion von Umweltbelastungen bei. Zudem wird ein geschlossener Kreislauf angestrebt, der die Wiederverwendung von Textilien und die Minimierung von Abfall fördert. Ziel ist es, die Lebensdauer von Textilien zu verlängern und die Ressourcennutzung durch effiziente Prozesse und Technologien zu optimieren. Langfristig soll so ein nachhaltiges, umweltbewusstes Wäschereimanagement etabliert werden, das sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile bietet.
Nachhaltigkeit beginnt mit dem tatsächlichen Textilbedarf
Ein nachhaltiges Wäschemanagement entscheidet sich nicht allein in der Wäscherei. Einen erheblichen Einfluss haben bereits die Bedarfsermittlung, die Auswahl der Textilien, die Anzahl der ausgegebenen Garnituren und die Organisation der Versorgung. Werden zu große Bestände vorgehalten, Textilien unnötig häufig ausgetauscht oder individuelle Größen und Einsatzbereiche nicht ausreichend berücksichtigt, entstehen vermeidbare Wasch-, Transport- und Beschaffungsmengen.
Deshalb sollte zunächst transparent sein, welche Textilien in welchen Mengen tatsächlich benötigt werden. Für Berufskleidung können beispielsweise Tätigkeit, Tragehäufigkeit, Verschmutzungsgrad, Wechselrhythmus und erforderliche Reservebestände differenziert betrachtet werden. Eine bedarfsgerechte Ausstattung reduziert gebundenes Kapital ebenso wie den Verbrauch von Wasser, Energie, Waschchemie und Textilien.
Lebensdauer ist ein wesentlicher Nachhaltigkeitsfaktor
Bei der Beschaffung sollte nicht nur betrachtet werden, aus welchem Material ein Textil hergestellt wurde. Ebenso entscheidend ist, wie lange es unter realen Einsatz- und Waschbedingungen verwendet werden kann. Ein robustes Textil, das viele Aufbereitungszyklen übersteht, kann im Lebenszyklus vorteilhafter sein als ein vermeintlich nachhaltiges Produkt, das frühzeitig ersetzt werden muss.
Wichtige Kriterien sind deshalb unter anderem:
Wasch- und Formbeständigkeit,
Farbechtheit und Maßhaltigkeit,
Reparaturfähigkeit,
Austauschbarkeit einzelner Bestandteile,
Eignung für die vorgesehenen industriellen Waschverfahren,
Tragekomfort und tatsächliche Akzeptanz durch die Beschäftigten,
Verfügbarkeit von Ersatz- und Ergänzungsteilen sowie
Möglichkeiten der Wiederverwendung oder stofflichen Verwertung.
Nutzerakzeptanz
Gerade bei Berufskleidung ist die Nutzerakzeptanz relevant. Nicht getragene oder vorzeitig ausgesonderte Kleidung ist unabhängig vom verwendeten Material keine nachhaltige Lösung.
Nachhaltige Textilien und Waschverfahren
Beratung zur Einführung von Textilien aus nachhaltigen Materialien wie recyceltem Polyester oder Bio-Baumwolle.
Unterstützung bei der Umstellung auf energie- und wassersparende Waschverfahren.
Optimierung von Logistik und Transport
Entwicklung von Transportkonzepten mit reduzierten CO₂-Emissionen, z. B. durch Bündelung von Lieferungen oder Einsatz emissionsarmer Fahrzeuge.
Vermeidung von Überproduktionen und Minimierung von Abfall durch optimierte Lager- und Verteilprozesse.
Kreislaufwirtschaft
Beratung zu Rücknahme- und Recyclingkonzepten für verschlissene Textilien.
Integration von Upcycling-Prozessen zur Weiterverwendung von Altwäsche.
Nachhaltigkeit in Ausschreibungen messbar machen
Bei extern vergebenen Wäschereileistungen sollte Nachhaltigkeit Bestandteil der Leistungsbeschreibung und der späteren Vertragssteuerung sein. Allgemeine Zusagen eines Dienstleisters reichen dafür nicht aus. Sinnvoller sind nachvollziehbare Anforderungen und Kennzahlen, die zur jeweiligen Leistung passen.
Betrachtet werden können beispielsweise:
Wasserverbrauch je Kilogramm aufbereiteter Wäsche,
Energieeinsatz je Kilogramm Wäsche,
Anteil erneuerbarer Energien,
durchschnittliche Transportentfernungen und Lieferfrequenzen,
Auslastung der Transporte,
Reparatur- und Wiederverwendungsquote,
jährliche Ersatzquote der Textilien,
Verlust- und Schwundquote,
Anteil recyclingfähiger beziehungsweise verwerteter Alttextilien sowie
Entwicklung der gesamten Textilmenge je Beschäftigten oder Nutzungseinheit.
Nicht jede Kennzahl ist für jede Organisation sinnvoll
Wichtig ist vielmehr, wenige aussagekräftige Größen festzulegen, Ausgangswerte zu bestimmen und Verbesserungen über die Vertragslaufzeit nachvollziehbar zu machen.